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„Krise als Chance“ - Hilfe und Unterstützung bei einer Psychologin

Ungewünscht ohne eigene Kinder zu leben, wird von vielen von uns als die größte emotionale Krise unseres Lebens empfunden. Diese schwerwiegende Situation zunächst anzuerkennen UND darüber hinaus noch eine Idee davon zu entwickeln, wie mein Leben ohne leibliche Kinder weitergehen kann, das ist eine große Herausforderung.

  • Viele von uns sind in dieser Zeit sehr dünnhäutig und stellen ihr bisheriges Leben in Frage. Alle Gedanken kreisen um die Frage: wie soll es jetzt nur weitergehen?
  • Wir ertappen uns dabei, nach dem Sinn der Partnerschaft und dem von Freundschaften zu fragen und fühlen uns einsam, enttäuscht und verzweifelt. Und nicht selten lautet eine weitere Frage: warum geschieht ausgerechnet mir das?
  • Es kann auch sein, dass wir uns schuldig fühlen und immer wieder nach möglichen Ursachen für die unerwünschte Kinderlosigkeit suchen. Z. B. suchen wir in der eigenen Persönlichkeit, in der beruflichen Tätigkeit oder in der  Partnerschaft, um nur einige zu benennen.
  • Nicht selten hat man Gefühle von Neid und Versagen, wenn man glückliche Familien und/oder schwangere Frauen sieht.
  • Die Einladung zur Familienfeier wird zur Gretchenfrage: einerseits möchte man am ersehnten Familienleben teilnehmen, auf der anderen Seite trifft genau dieses Umfeld in die größte Wunde unseres Herzens.
  • Es kann passieren, dass wir uns in uns selbst zurückziehen und nur wenig Lust auf Kontakte verspüren, obgleich wir im selben Moment bedürftig nach Zuwendung sind.
  • Der unausweichliche Blick auf die gesellschaftliche Debatte über fehlenden Nachwuchs in Deutschland erscheint uns einseitig, diffamierend und zynisch zugleich.
  • Es gibt Tage, an denen stellen wir uns grundlegende Fragen nach unserem Wert in dieser Gesellschaft und ob unser Leben und unsere Leistungen, die wir zum gesellschaftlichen Leben beitragen, ebensoviel zählen wie die von denen, die Kinder großziehen.
  • Und dann gibt es noch diese Tage, an denen möchten morgens am liebsten nicht mehr aufstehen…

Solche Gefühle und Zustände sind normal und NICHT Ausdruck einer psychischen Störung. Es ist wichtig, sich solche und ähnliche Gefühle zu zugestehen. Man darf sich schlecht fühlen, man darf neidisch, unglücklich und traurig sein und und und... Es gibt so viele verschiedene Gefühle in dieser Situation, wie es Frauen und Männer gibt, die sich in dieser Situation befinden.

 

Es ist ganz wichtig, diese Gefühle zu würdigen, auch wenn man sich dafür schämt und darunter leidet und sie am liebsten nicht mehr haben möchte. Gefühle lassen sich nur kurzzeitig unterdrücken, sie verändern sich nur dadurch, indem wir sie ernst nehmen, wir uns mit ihnen beschäftigen und auseinandersetzen.

 

In Zeiten von so tiefen emotionalen Krisen kann es sinnvoll sein, sich Unterstützung in verschiedenen Bereichen zu suchen. Gerade wenn man von den eigenen Gedanken und Gefühlen immer wieder überwältigt wird und verunsichert ist, kann eine psychologische Begleitung eine große Hilfe sein.

 

Beratung und/oder Therapie sind eine Unterstützung für eine bestimmte Zeit und sollen dazu führen, dass Menschen, die in dieser Situation sind, die Chance haben ihren Schmerz zu bewältigen, und wieder Freude an ihrem eigenen Leben empfinden. Eng damit verbunden soll die Entwicklung neuer Lebensperspektiven sein, damit die Lust am Leben zurückkehren darf…


Wer sich weiter über das Thema informieren möchte, kann unter dem Punkt „Kontakt“ eine eMail an uns schreiben, oder unter www.ungewollt-kindlos.de mit der Psychologin Frau Weidinger-von der Recke in München Kontakt aufnehmen. Sie beschäftigt sich seit Jahren mit der Begleitung ungewollt kinderloser Menschen.