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Über die Notwendigkeit zu trauern (Tewes Wischmann/Heike Stammer)

Die Aufgabe eines tiefgreifenden Kinderwunsches ist mit Trauern verbunden, mit Trennung von etwas Wichtigem, das für Sie womöglich über Jahre im Mittelpunkt Ihres Lebens gestanden hat. Erfahrungsgemäß ist von der Frau mehr Trauerarbeit zu leisten als vom Mann. Gehen Sie davon aus, dass dieser Prozess im Allgemeinen über einige Monate dauert und kaum abzukürzen ist. Und es wird auch eine Narbe bleiben, die vielleicht in dem Alter wieder aufbricht, in welchem in Ihrer Generation Enkelkinder kommen. Trauern ist aber – im Gegensatz zur Depression – ein lebendiger, aktiver Vorgang, der eine Neuorientierung nach sich zieht.

 

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 Auszug aus dem Werk: Tewes Wischmann, Heike Stammer, Der Traum vom eigenen Kind. Psychologische Hilfen bei unerfülltem Kinderwunsch. 3., aktualisierte Auflage. Stuttgart: Kohlhammer, 2006 (S. 154–155). Copyright und Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Verlags W. Kohlhammer. – Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig und strafbar. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und für die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.